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Madagaskar: Obdachlose in Antananarivo

47 Pesttote in Madagaskar

In Madagaskar ist die Pest nach offiziellen Angaben weiter auf dem Vormarsch und bedroht die Hauptstadt Antananarivo. Seit Jahresbeginn gebe es 138 Verdachtsfälle und 47 Pestopfer, teilte das Gesundheitsministerium gestern mit.

Medizin 25.11.2014

Die Zahl der Toten drohe in den kommenden Monaten weiter zu steigen. Die Behörden haben inzwischen ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pest verstärkt. 200 Haushalte seien "desinfiziert" worden, sagte der Generalsekretär des Gesundheitsministeriums, Philemon Tafangy. Wer Kontakt mit Infizierten gehabt habe, bekomme Antibiotika.

Flöhe als Überträger

Die Krankheit tritt in verschiedenen Formen auf: Die Beulenpest wird durch einen Floh, die Lungenpest mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen. Die Lage in Madagaskar, der Inselrepublik vor der ostafrikanischen Küste, scheint besonders bedrohlich, weil die Flöhe dort gegen viele Insektizide resistent seien, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

Bei der Pest handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit. Im Mittelalter fielen dem "Schwarzen Tod" in Europa mehr als 25 Millionen Menschen zum Opfer. Häufigste Form ist die Beulenpest, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Entzündung der Lymphknoten im Leistenbereich einhergeht. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.

science.ORF.at/AFP

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