Standort: science.ORF.at / Meldung: "Russland erwägt Bau eigener Raumstation"

Das Logo der russischen Weltraumbehörde Roskosmos auf einem Anzug einer Kosmonautin

Russland erwägt Bau eigener Raumstation

Nach Differenzen mit den USA über den Weiterbetrieb der Internationalen Raumstation ISS erwägt Russland den Bau eines eigenen Außenpostens im All. Eine derartige Station könnte auch von zentraler Bedeutung für andere russische Weltraummissionen sein.

Weltall 15.12.2014

Russland hatte zuletzt erklärt, sich nicht länger als bis 2020 am Betrieb der ISS beteiligen zu wollen. Die US-Regierung hatte hingegen angeregt, die Raumstation, an der sich insgesamt 15 Länder beteiligen, bis mindestens 2024 zu betreiben. Nach ursprünglicher Planung sollte 2020 Schluss sein. Die Differenzen zeigen, wie sich der infolge der Ukraine-Krise schwelende Konflikt zwischen dem Westen und Russland auch auf die Raumfahrt-Kooperation auswirkt.

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Ö1 Sendungshinweis:

Über den Plan berichtet auch "Wissen Aktuell" am 16. Dezember 2014 um 13.55 Uhr.

Der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Oleg Ostapenko, machte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Ria keine Angaben dazu, wie eine neue Raumstation finanziert werden könnte. Russland befindet sich unter anderem wegen Sanktionen des Westens am Rande einer Rezession. Im Jahr 2001 hat Russland seine damalige Raumstation Mir verschrotten müssen. Der russische Präsident Wladimir Putin will nach Jahren der Budgetstreichungen der einst schillernden russischen Raumfahrt zu neuem Glanz verhelfen.

science.ORF.at/APA/Reuters

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