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Hand öffnet Red Bull-Dose

EU-Kommissar will Energy Drinks prüfen

Angesichts der Beliebtheit koffeinhaltiger Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen will der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, Schritte gegen die umstrittenen Muntermacher prüfen. Der damit verbundene hohe Koffeinkonsum sei "besorgniserregend".

Verbot für Kinder? 21.01.2015

Er werde mit der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) darüber "diskutieren, was die EU-Staaten hier gegebenenfalls unternehmen sollten", sagte Andriukaitis einer deutschen Tageszeitung.

Deutsche Verbraucherorganisationen wie Foodwatch haben bereits mehrmals gefordert, den Verkauf von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche zu verbieten.

Nebenwirkungen drohen

EFSA-Stellungnahme:

Die Stellungnahme der EFSA liegt bisher nur als Draft vor und kann hier als .pdf heruntergeladen werden.

Laut einer Studie der EFSA konsumieren Millionen Jugendliche in der EU zu viel Koffein. Demnach nehmen Jugendliche in fünf von 13 untersuchten EU-Mitgliedstaaten mehr Koffein zu sich als empfohlen. Der Studie zufolge sollten sowohl Erwachsene als auch Minderjährige eine Dosis von drei Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht am Tag nicht überschreiten - andernfalls drohten Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen.

Ein zwölfjähriger Bub mit 50 Kilogramm Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung mit einem Konsum von einem halben Liter Energy Drink diese Grenze. Laut Foodwatch gelten in Deutschland 6,6 Prozent der Jugendlichen als "Hochverzehrer" von Koffein und überschreiten die Grenzwerte der EFSA.

science.ORF.at/APA/AFP

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