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Skyline einer asiatischen Großstadt

Immer mehr Hitzewellen in Großstädten

Großstädte waren in den vergangenen vier Jahrzehnten zunehmend von Hitzewellen betroffen. Zwischen 1973 und 2012 gab es einer neuen Studie zufolge in rund der Hälfte von 217 weltweit untersuchten Städten eine Zunahme sehr heißer Tage.

Klima 30.01.2015

Die Studie in den "Environmental Research Letters":

"Changes in observed climate extremes in global urban areas" von Vimal Mishra et al., erschienen am 29. Jänner 2015.

Zwei Drittel der Städte verzeichneten eine Zunahme von Nächten mit sehr hoher Temperatur. Unter den fünf Jahren in diesem Zeitraum, in denen es die meisten Hitzewellen gab, waren die Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012.

"Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten", erklärte Studien-Mitautor Vimal Mishra vom Indian Institute of Technology (IIT) in Gandhinagar. "Es ist deswegen besonders wichtig zu verstehen, wie sich in diesen Gebieten das Klima und vor allem Klimaextreme verändern." Während im Zuge der Erderwärmung bereits allgemein eine Zunahme von Hitzewellen beobachtet wurde, spielen in Städten noch weitere Faktoren eine Rolle, etwa die Ausbreitung und das Umland.

Für ihre Studie nahmen die Wissenschaftler 217 städtische Gebiete mit mehr als 250.000 Einwohnern unter die Lupe, aus denen für die Jahre 1973 bis 2012 vollständige Daten eines US-Wetterbeobachtungs-Programms vorlagen. Als Hitzewelle wurde eine Periode von mindestens sechs aufeinanderfolgenden Tagen definiert, in denen die Höchsttemperatur höher lag als in 99 Prozent der anderen Tage zu dieser Jahreszeit im gesamten Untersuchungszeitraum von 40 Jahren.

science.ORF.at/APA/AFP

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