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Ein Mann hält sich den Kopf, hinten geht die Sonne unter, man sieht nur seinen Schatten

OECD: Job trotz psychischer Erkrankung

Die OECD ruft Arbeitgeber und Gesundheitssystem auf, besser zusammenzuarbeiten, damit Menschen mit einer psychischen Erkrankung bessere Chancen am Arbeitsmarkt haben. Ein neuer OECD-Bericht fußt auf der Lage in neun Staaten - darunter Österreich, Australien, Norwegen und Großbritannien.

Medizin 04.03.2015

Angststörung, Depression oder Burnout - 20 Prozent sind zumindest einmal im Leben psychisch krank, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Menschen mit einer psychischen Erkrankung verlieren doppelt so leicht ihren Job wie Gesunde. Das könne den Einzelnen an den Rand der Armut bringen. Armut wiederum könne zusätzlich psychisch belasten.

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Über das Thema berichten auch die Ö1 Nachrichten am 4. 3.

Von ersten Zeichen einer Erkrankung bis zur Behandlung verstreichen laut OECD mitunter zehn Jahre - das früher zu erkennen, sei vor allem für Junge am Beginn des Erwerbslebens wichtig.

Damit Betroffene eine Stelle finden oder im Beruf bleiben, müssten Krankenkassen und Arbeitsmarktstellen sehr früh unterstützen, heißt es, und Ärzte, Ausbildungsstätten und Unternehmen einbeziehen. Jede Hilfe, die Schule oder Arbeitgeber anbieten, sei besser als zu warten, bis jemand Ausbildung oder Job abbricht. Übrigens sind in der EU die Arbeitgeber verpflichtet, die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen.

Barbara Riedl-Daser, Ö1 Wissenschaft

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