Standort: science.ORF.at / Meldung: "Keine österreichische Uni auf ersten 100 Plätzen"

Auf einem Siegertreppchen steht ein Männchen, das gesiegt hat.

Keine österreichische Uni auf ersten 100 Plätzen

Bereits zum vierten Mal in Folge findet sich keine österreichische Hochschule unter den 100 angesehensten Universitäten des "Times Higher Education World Reputation Ranking". Zuletzt war die Uni Wien 2011 in den Top 100 vertreten. Auf Platz eins liegt wie die US-Eliteuni Harvard, gefolgt von Cambridge und Oxford.

Times-Uni-Ranking 12.03.2015

Die Wertung basiert auf Antworten von rund 10.000 erfahrenen Wissenschaftlern aus mehr als 140 Staaten, die in ihrem Forschungsfeld die bis zu zehn besten Universitäten angeben sollten.

Gemessen wird damit also das Prestige in der akademischen Welt - und nicht objektive Qualitätsmerkmale wie die Anzahl und Reichweite von Publikationen oder wissenschaftliche Auszeichnungen. Bei dem Ranking zählt die Forschung auch doppelt so viel wie die Lehre, was von vielen Experten ebenso kritisiert wird wie der Umstand, dass ökonomische Voraussetzungen - Höhe des Budgets, Betreuungsverhältnisse etc. - nicht reflektiert werden.

USA und Großbritannien führen

2011 war die Uni Wien als einzige österreichische Hochschule noch knapp in den Top 100 gelandet. 2012 und 2013 verfehlte sie diese Elite-Gruppe knapp, 2014 schon etwas deutlicher. Heuer wurden nur die ersten 100 Unis ausgewertet.

Die zehn angesehensten Hochschulen finden sich laut Ranking ausschließlich im angloamerikanischen Raum. Hinter Harvard, Cambridge und Oxford klassierte sich das Massachusetts Institut of Technology (MIT) auf Platz vier, gefolgt von Stanford, Berkeley, Princeton, Yale, dem California Institute of Technology und der Columbia University (alle USA).

Beste Uni außerhalb der USA und Großbritanniens ist die University of Tokyo (Japan) auf Platz zwölf. Die angesehenste kontinentaleuropäische Uni ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 15 vor der Moskauer Lomonossow Universität. Diese verbesserte sich von Platz 51-60 auf Rang 25 und zählt damit zu den "Aufsteigern" des Jahres - noch vor der Ludwig-Maximilians-Universität München (35).

In den Top 100 finden sich 43 US-, zwölf britische und sechs deutsche Universitäten. Australien, Frankreich und die Niederlande kommen auf jeweils fünf Vertreter, Kanada auf drei, China, Hongkong, Japan, Russland, Singapur, Schweden und die Schweiz auf je zwei. Mit je einer Uni vertreten sind Belgien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Mexiko, Südkorea und Taiwan.

science.ORF.at/APA

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