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Marsrover Curiosity

Weitere "Lebenszeichen" auf dem Mars

War der Mars einst lebensfreundlich? Wissenschaftler finden immer mehr Hinweise darauf. So auch zwei neue Studien: Die eine schlägt vor, dass Kohlenmonoxid einst als Energiequelle für Kleinstlebewesen gedient haben könnte. Die zweite hat Spuren von Stickstoff in Bodenproben auf dem Roten Planeten aufgespürt.

Raumfahrt 24.03.2015

Laut NASA-Wissenschaftlern seien die Nitrate wahrscheinlich durch Hitzeschocks bei Einschlägen oder Blitzen entstanden. Die Entdeckung erhöhe die Chancen, dass der junge Mars einst lebensfreundlich gewesen sein könnte. Irdisches Leben benötigte eine Quelle von chemisch fixiertem Stickstoff für die Synthese wichtiger Biomoleküle.

Stickstoff in Staub und ehemaligem See

Der Marsrover "Curiosity" hatte in Bodenproben auf dem Roten Planeten nach Stickstoff gesucht. Tatsächlich entdeckte der Rover Hinweise auf 70 bis 1.100 ppm (parts per million, Teile pro einer Million Teile) Nitrat sowohl in Marsstaub als auch in Sedimenten aus einem potenziellen ehemaligen Marssee. Jennifer Stern vom Goddard Space Flight Center der US-Raumfahrtbehörde NASA und Kollegen veröffentlichten die Ergebnisse in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Der im Boden fixierte Stickstoff könnte einen einfachen Stickstoffkreislauf auf der Oberfläche des urzeitlichen Mars ermöglicht haben und damit eine biochemisch zugängliche Stickstoffquelle, meinen die Forscher.

Eine mögliche Energiequelle

Eine potenzielle Energiequelle für urzeitliche Marsmikroben hat der Forscher Gary King von der Louisiana State University in einer weiteren Studie in "PNAS" identifiziert: Kohlenmonoxid, das in der Marsatmosphäre relativ häufig ist, könnte den Stoffwechsel von Mikroorganismen auf oder im Boden des Roten Planeten antreiben, schreibt der Wissenschaftler. Geeignete Modellorganismen für mögliche derartige Marsmikroben seien zum Beispiel kürzlich entdeckte salzliebende irdische Bakterien, die Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid verstoffwechseln, so King.

Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit der Frage, ob es einst Leben auf dem Mars gegeben haben könnte. So gibt es inzwischen viele Indizien dafür, dass auf dem Nachbarplaneten der Erde früher auch ein wärmeres und feuchteres Klima geherrscht haben könnte als heute.

Der Roboter "Curiosity", der etwa so groß wie ein Kleinwagen ist, untersucht seit fast drei Jahren den Roten Planeten. Er schickte bereits zahlreiche wissenschaftliche Daten und Fotos zur Erde.

science.ORF.at/APA/dpa

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