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Eine grippekranke Frau mit Thermometer im Mund

Die Grippewelle ist vorbei

Die Grippewelle gilt seit heute offiziell als beendet. Sie war laut Spezialisten der Medizinuni Wien heftiger als in den vergangenen Jahren. Stärker betroffen waren oft die Senioren - und die am häufigsten festgestellten Viren wurden durch die Impfstoffe nicht abgedeckt.

Medizin 30.03.2015

"Die Influenzasaison geht ihrem Ende entgegen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir es heuer wieder mit einer wesentlich stärkeren Grippewelle zu tun", schrieb die Wiener Expertin Theresia Popow-Kraupp in der neuesten Virusepidemiologischen Information des Departments.

Höhepunkt Mitte Februar

Die Saison sei in Europa bereits vor dem Ende des vergangenen Jahres in den Niederlanden, Schweden und Großbritannien gestartet. Anfang 2015 waren dann Island, Malta und Portugal betroffen. In Österreich seien zwar schon Ende November 2014 vereinzelt die ersten Infektionen aufgetreten, eine kontinuierliche Zunahme von Virusnachweisen in den Stichproben des Diagnostischen Influenza Netzwerkes Österreich (DINÖ) wurde aber erst ab der zweiten Kalenderwoche (KW) beobachtet. Deutlich war der Anstieg der Erkrankungszahlen an Anfang besonders in Tirol, in Graz und in Wien.

"Der Höhepunkt wurde Mitte Februar (KW 7 und 8) erreicht, danach ging die Virusaktivität langsam aber kontinuierlich zurück (...)", stellte die Expertin fest.

Das Problem dabei: "Die diesjährige Influenzasaison wurde in Europa sowie in Nordamerika von Varianten des Influenza A (H3N2) Virus dominiert, die sich leider von dem in den Impfstoffen enthaltenen A(H3N2) Stamm signifikant unterschieden, sodass von einer stark reduzierten Wirksamkeit der Impfung ausgegangen werden musste." In Österreich machten diese Virusvarianten (A/H3N2) zeitweise bis zu 80 Prozent der Erkrankungen aus.

science.ORF.at/APA

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