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Erstes von Philae gemachtes Bild von der Oberfläche des Kometen "Tschuri"

"Philae" ist erwacht

Nach sieben Monaten Funkstille gibt der Landeroboter "Philae" auf dem fernen Kometen "Tschuri" wieder Lebenszeichen von sich: Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln mitteilte, hatte der Landeroboter bereits am Samstag 300 Datenpakete zur Erde gesendet.

Comeback 15.06.2015

Nach ersten Erkenntnissen habe er schon seit mehreren Tagen Daten aufgezeichnet, sagte eine Sprecherin. Offenbar war "Philae" schon länger aus seinem Winterschlaf erwacht. Nur die Kontaktaufnahme zur Erde - aus mehr als 300 Millionen Kilometer Entfernung - gelang erst mit Verspätung.

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Über dieses Thema berichten auch die "Ö1-Journale", 15.6.2015

85 Sekunden Kontakt

Die Forscher reagierten erleichtert. "Wir sind froh und glücklich. Die Chance, jetzt Wissenschaft mit dem Lander zu machen, ist groß", sagte DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. Zwar habe es nur einen Kontakt über 85 Sekunden gegeben, aber die dabei übermittelten Daten seien vielversprechend.

Die Betriebstemperatur der Elektronik liege bei minus 35 Grad Celsius und die Leistung der Batterie bei 24 Watt, das sei sehr gut. Um mit der Raumsonde "Rosetta" kommunizieren zu können, brauche "Philae" mindestens 19 Watt, sagte Ulamec.

Bereich auf "Tschuri", in dem "Philae" vermutet wird

ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Zone auf dem Kometen "Tschuri", in der "Philae" vermutlich gelandet ist

Die bislang gesendeten Daten sollen den Wissenschaftlern auf der Erde jetzt bei der weiteren Kontaktaufnahme helfen. Bisher habe der Landeroboter nur Daten über sich selbst gesendet, darunter Informationen zu Temperaturentwicklung und Sonnenbestrahlung. Daraus könne das DLR ableiten, wie es in den nächsten Wochen weitergehe.

Ziel: Datenaustausch bis Oktober

"Irgendetwas stimmt mit der Geometrie nicht", sagte Ulamec. "Damit wir länger kommunizieren können, müssen wir 'Rosetta' im Orbit des Kometen neu ausrichten."

Wenn das gelingt, könnte die Bodenstation bis Mitte Oktober zu "Philae" Kontakt halten. Der Komet "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" bewegt sich derzeit auf die Sonne zu. "Den nächsten Punkt zur Sonne hat der Komet Mitte August", erklärte Ulamec. Bis in den Herbst könne der Roboter noch Energie auftanken.

Nach zehnjähriger Reise mit der Raumsonde "Rosetta" war "Philae" im vorigen November auf dem Kometen gelandet - allerdings an einer schattigen Stelle. Wegen Strommangels musste der Roboter auf Sonne warten, um neue Energie laden zu können. Philae schaltete sich am 15. November 2014 ab, nachdem er etwa 60 Stunden auf dem Kometen in Betrieb war.

Seit dem 12. März 2015 hatten die Forscher immer wieder versucht, den Lander über die Kommunikationseinheit auf der Raumsonde "Rosetta" zu rufen und seine Antwort zu empfangen. Am Samstag hatten sie endlich Erfolg. Nun warten sie auf den nächsten Kontakt.

science.ORF.at/dpa

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