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Polarlichter in Norwegen

Nordlichter über Österreich möglich

Seit Montagabend fegt ein Sonnensturm über die Erde hinweg, ein weiterer wird für Mittwochmittag erwartet: Beide zählen zu den stärksten der vergangenen zehn Jahre - und könnten selbst hierzulande zu einem seltenen Naturschauspiel führen.

Sonnenstürme 23.06.2015

"Leider haben wir gerade die Sommersonnenwende, dadurch ist es nicht wirklich lange dunkel, dazu kommt das für Beobachtungen ungünstige Regenwetter", sagt Christian Möstl von der Universität Graz. "Aber es besteht auch heute Nacht und bis zum Wochenende hin noch die Chance, Nordlichter zu sehen - auch über Österreich."

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Über dieses Thema berichtete heute auch "Wissen aktuell", 23.6.2015, 13:55 Uhr.

Heftigere Auswirkungen - wie etwa bei der Sonneneruption im Jahr 1989, die zu einem großflächigen Stromausfall in der kanadischen Provinz Quebec führte, hält Möstl für "weniger wahrscheinlich".

"Sturm quasi im Windschatten"

Ursache für den Sonnensturm am Montagabend sei eine starke Sonneneruption am Sonntag, 21. Juni, gewesen. Seit dem 18. Juni habe man schon zwei - jedoch schwächere - Eruptionen in Zentrum der Sonnenscheibe beobachten können, so Möstl. Der Sonnensturm habe sich dann mit einer geschätzten Ausgangsgeschwindigkeit von rund 1.300 Kilometer pro Sekunde in Richtung Erde bewegt bis er diese nach 36 Stunden erreicht hatte.

"Wir haben ein späteres Eintreffen des Sturmes erwartet, offenbar wurde er weniger durch den Sonnenwind abgebremst, als gedacht", sagt Möstl. Der Grazer Weltraumforscher vermutet, dass die ersten schwächeren Sonnenstürme den ständig herrschenden Sonnenwind "weggeschoben" haben und somit die Bahn für den starken Sonnensturm frei war: "Der Sonnensturm konnte sich somit quasi im Windschatten auf die Erde zubewegen".

science.ORF.at/APA

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