Standort: science.ORF.at / Meldung: "Arktis-Anrainer einigen sich auf Fischereiverbot"

Eisberg im Meer

Arktis-Anrainer einigen sich auf Fischereiverbot

Die Anrainer der Arktis haben sich auf ein Fischereiverbot in den Gewässern rund um den Nordpol geeinigt, die in der Zukunft eisfrei werden könnten. Der kommerzielle Fischfang wird laut den Angaben in einer 2,8 Millionen Quadratkilometer großen Zone verboten.

Umwelt 17.07.2015

Die USA, Russland, Kanada, Dänemark für Grönland und Norwegen haben am Donnerstag in Oslo ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. "In naher Zukunft" sei zwar nicht zu erwarten, dass in den Gewässern Fischfang in industriellem Maßstab möglich ist, erklärte das norwegische Fischereiministerium. "Doch wir müssen die Entwicklung genau beobachten." Die Anrainer hätten daher auch eine Zusammenarbeit in der Forschung beschlossen.

Greenpeace: "Kleiner Schritt"

Mehr als 2.000 Wissenschaftler hatten bereits 2012 ein Fischereiverbot im Nordpolarmeer gefordert, nachdem eine Reihe von Studien vorausgesagt hatte, dass das Eis dort in den kommenden Jahrzehnten im Sommer komplett auftauen könnte. Laut dem Pew-Forschungszentrum aus den USA waren im September 2012 schon 40 Prozent des zentralen Arktischen Ozeans eisfrei.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte das Abkommen am Donnerstag als "kleinen Schritt" auf dem Weg zum Schutz der Arktis. Sie monierte aber, es sei nicht dauerhaft. Es sei klar, dass die meisten Anrainer nicht den Schutz, sondern die künftige Ausbeutung von Ressourcen im Blick hätten.

science.ORF.at/APA/AFP

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