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Ein Traktor versprüht Unkrautvernichtungsmittel.

Glyphosat: Neuzulassung verschoben

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nimmt sich mehr Zeit für ihre Empfehlung zur Neuzulassung des unter Krebsverdacht stehenden Unkrautvernichters Glyphosat. Die Einschätzung werde erst Ende Oktober oder Anfang November und nicht wie ursprünglich vorgesehen bis 13. August abgegeben.

Debatte 05.08.2015

Grund für die Verschiebung ist der in der vergangenen Woche vorgelegte offizielle Bericht der Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO. Schon im März hatten IARC-Mitarbeiter einen kurzen Vorbericht dazu in "Lancet Oncology" veröffentlicht. Die Agentur hält das Mittel nach Auswertung zahlreicher Studien für wahrscheinlich krebserregend. Dies solle in die Bewertung mit einbezogen werden, sagte der EFSA-Sprecher.

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Die Genehmigung in der Europäischen Union läuft Ende 2015 nach zehn Jahren aus, über eine Erneuerung muss die EU-Kommission entscheiden. Die EFSA-Empfehlung ist dafür zentral.

science.ORF.at/dpa

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