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Porträfotos der Philosophen Jürgen Habermas und Charles Taylor

Habermas und Taylor ausgezeichnet

Der deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas sowie sein kanadischer Kollege Charles Taylor erhalten gemeinsam den mit 1,5 Millionen Dollar (1,36 Mio. Euro) dotierten John W. Kluge Preis.

John W. Kluge Preis 12.08.2015

Beide seien brillante Philosophen, die sich zugleich entschieden an der öffentlichen politischen Debatte beteiligten, sagte der Leiter der US-Kongressbibliothek, James Billington, am Dienstag in Washington.

Der Preis wird von der privaten Stiftung John W. Kluge finanziert und zeichnet Geistes- oder Sozialwissenschaftler für ihr Lebenswerk aus, für deren Fachgebiete es keinen Nobelpreis gibt. Unter anderem wurde bereits der polnische Philosoph Leszek Kolakowski ausgezeichnet.

"Habermas ist ein Gelehrter, dessen Wirkung nicht überschätzt werden kann", meinte Billington zur Begründung der Ehrung. Nach der deutschen Wiedervereinigung habe sich Habermas zunehmend zu Fragen der europäischen Integration und der Globalisierung geäußert. Charles Taylor (83) habe sich mit Fragen des Multikulturalismus beschäftigt und etwa der These eines "Zusammenstoßes der Kulturen" widersprochen. Der Kanadier ist u.a. Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.

science.ORF.at/APA/dpa

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