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Globus: Temperaturverteilung im Pazifik zeigt ein El-Niño-Phänomen

El Nino dieses Mal besonders intensiv

Das zyklisch auftretende Klimaphänomen El Nino könnte nach Einschätzung von US-Experten dieses Mal besonders intensiv wirksam sein. Das National Oceanic And Atmospheric Administration (NOAA) rechnet damit, dass dieser El Nino zu den stärksten der bis 1950 zurückgehenden Aufzeichnungen zählen könnte.

Klima 14.08.2015

Der aktuelle El Nino ist im März aufgetreten und wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2016 anhalten. Bei dem Klimaphänomen handelt es sich um eine deutliche Erwärmung der Meeresoberfläche am Äquator, die je nach Region heftige Regenfälle oder Dürren auslösen kann.

Dass El Nino dieses Mal besonders stark ist, leiten die US-Wissenschaftler davon ab, dass die Erwärmung an der Pazifik-Oberfläche am Äquator Prognosen zufolge zwei Grad erreichen oder sogar überschreiten könnten. Eine solche Erwärmung sei erst drei Mal in den vergangenen 65 Jahren gemessen worden: 1972/73, 1982/83 und 1997/98.

1997/98 hatte der bisher stärkste El Nino enorme Regenfälle und Überschwemmungen in Peru, Ecuador, Chile und dem US-Staat Kalifornien verursacht. Im Gegenzug litten Indonesien und Papua-Neuguinea unter einer Rekorddürre und großflächigen Waldbränden.

Voraussichtliche Folgen

Der aktuelle El Nino dürfte laut Mike Halpert von der NOAA stärkere Regenfälle im Süden der USA verursachen, unter anderem in dem unter extremer Trockenheit leidenden Staat Kalifornien. Dies werde aber wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Trockenheit der vergangenen vier Jahre wettzumachen, warnte Halpert.

Die Sturmsaison an den Atlantik-Küsten dürfte wegen El Nino den Prognosen zufolge deutlich schwächer ausfallen. Dafür ist im Osten und Zentrum im Pazifik mit intensiveren Stürmen zu rechnen.

Dem Wetterphänomen, bei dem um Weihnachten das Wasser ungewöhnlich warm ist, hatten Fischer der Westküste Südamerikas den Namen El Nino (spanisch für "kleiner Junge" oder auch "Jesuskind") gegeben. Zuletzt hatte ein El Nino vor fünf Jahren weitreichende Folgen: Er löste heftige Monsunregen in Südostasien aus, Dürren im Süden Australiens, auf den Philippinen und in Ecuador, enorme Überschwemmungen in Mexiko und Hitzewellen in Brasilien.

science.ORF.at/APA/AFP

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