Standort: science.ORF.at / Meldung: "Bis 2050 fressen alle Seevögel Plastikteile"

Albatross segelt über dem Ozean

Bis 2050 fressen alle Seevögel Plastikteile

Jahr für Jahr gelangen weltweit mehr als acht Millionen Tonnen Plastikmüll vom Land ins Meer. Die Plastikteile landen auch immer häufiger in den Mägen von Seevögeln, wie eine neue Studie zeigt.

Prognose 01.09.2015

In den 60er Jahren waren die Weltmeere noch vergleichsweise sauber. Damals hatten nur fünf Prozent aller Seevögel Plastikteile in ihrem Magen. Doch seit dieser Zeit hat sich das Problem deutlich verschärft.

Erstens, weil sich die Produktionsmenge von Plastik seitdem alle 11 Jahre verdoppelt hat. Und zweitens, weil sich der Plastikmüll sukzessive in der Nahrungskette verteilt. Betroffen sind etwa Albatrosse, Pinguine und Sturmtaucher.

Die Studie

"Threat of plastic pollution to seabirds is global, pervasive, and increasing", PNAS (31.8.2015).

Ö1-Sendungshinweis

Über dieses Thema berichtet heute auch "Wissen aktuell", 1.9.2015, 13:55 Uhr.

Gegenwärtig fressen rund 80 Prozent aller Seevögel Plastikmüll - im Jahr 2050 werden bereits 99 Prozent aller Arten davon betroffen sein, prognostizieren Wissenschaftler in den "Proceedings of the National Academy of Sciences". Nur konsequente Müllvermeidung könnte den Trend wieder umkehren.

In den Ozeanen wird inzwischen eine Konzentration von 580.000 Plastikteilen pro Quadratkilometer gemessen. Zumeist handelt es sich dabei um kleine Teile, die Tiere leicht mit der Nahrung aufnehmen können.

science.ORF.at

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