Standort: science.ORF.at / Meldung: "Nachhaltigkeit: Österreich im Mittelfeld"

Nationalpark Kalkalpen

Nachhaltigkeit: Österreich im Mittelfeld

Wie umweltfreundlich und wie nachhaltig sind einkommensstarke Länder? Das hat sich die deutsche Bertelsmann-Stiftung für 34 OECD-Staaten angesehen: Österreich liegt bei diesem aktuellen Vergleich im besseren Mittelfeld.

OECD-Vergleich 08.09.2015

Die Studie wurde im Vorfeld der neuen "Nachhaltigkeitsziele" der Vereinten Nationen veröffentlicht, die Ende September in New York verabschiedet werden. Ihr Resümee ist eher ernüchternd: Die Industrieländer laufen laut Analyse jetzt schon Gefahr, ihre Ziele zu verfehlen.

Österreich: Wasser und Energie gut

Platz 12 von 34 bekommt Österreich in der Studie, Deutschland liegt auf Platz sechs und Schweden auf Platz eins in Sachen Nachhaltigkeit. Dazu wurden unterschiedliche Dinge verglichen - etwa: Wie viel Müll fällt an. Wie viel Treibhausgas? Wie viele Menschen sind arm? Wie ist es um die Bildung bestellt?

Die Studie

Ö1-Sendungshinweis

Über dieses Thema berichten heute auch die Ö1-Journale.

Grafik: OECD-Ländervergleich zur Nachhaltigkeit

APA

Österreich schneidet sehr gut ab, wenn man vergleicht, wie viel Strom und Energie aus Erneuerbaren Quellen kommen - also viel aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse. Sehr gute Noten erhält auch Österreichs Abwasseraufbereitung. Vergleichsweise gut ist auch die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.

Große Kluft zwischen Arm und Reich

Eher mittelmäßig, aber besser als der OECD-Schnitt, wird Österreichs Treibhausgasbilanz bewertet. Schlecht schneiden wir ab beim Müll, den wir pro Kopf verursachen. Auch kaufen wir viel und verbrauchen so indirekt viele Rohstoffe für Waren.

Die Kluft zwischen Arm und Reich gilt hierzulande als relativ groß. Bei der Bildung und auch spielen in Österreich das Einkommen und das Bildungsniveau im Elternhaus eine große Rolle – Bildung gilt in Österreich immer noch als "vererbt". Das bedeutet zum Beispiel: Haben die Eltern keine Matura, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Kinder studieren.

Barbara Daser, Ö1-Wissenschaft

Mehr zu diesem Thema: