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Symbolbild: Teilchen im Raum

Quantenphysik-Fellowship für Österreicher

Großbritannien setzt auf Quantentechnologie und hat ein 270 Mio. Pfund (365 Mio. Euro) schweres Programm für dieses Technologiefeld ins Leben gerufen. In diesem Rahmen wurden nun Förderpreise mit einer Gesamtsumme von zwölf Mio. Pfund an zehn Wissenschaftler vergeben, darunter der österreichische Quantenphysiker Alessandro Fedrizzi.

Förderung 02.10.2015

Die zehn "Quantum Technologies Fellowships" werden vom britischen Engineering and Physical Science Research Council gefördert. "Wir wollen, dass Großbritannien der beste Ort für Innovationen in Europa wird, und diese Zwölf-Millionen-Pfund-Investition soll die nächste Wissenschaftler-Generation unterstützen und unsere führende Position in der Quantenforschung sichern", erklärte der britische Wissenschaftsminister Jo Johnson.

Der 36-jährige Fedrizzi erhält ein mit 1,6 Mio. Euro dotiertes "Early Career-Fellowship" an der Heriot-Watt University in Edinburgh und will dort die Erzeugung photonischer Quanten-Bytes, den elementaren Bausteinen eines Quantencomputers, drastisch verbessern. Fedrizzi hat an der Technischen Universität (TU) Wien Physik studiert und zwischen 2005 und 2008 sein Doktoratsstudium beim Quantenphysiker Anton Zeilinger absolviert. Anschließend ging er an die University of Queensland in Brisbane wo er bis heuer tätig war.

Internationale Auszeichnungen

Über internationale Erfolge konnten sich in den vergangenen Tagen weitere in Österreich tätige Forscher freuen: Der Innsbrucker Quantenphysiker Oriol Romero-Isart wurde Mitte September in Leeds bei der International Conference on Quantum Information Processing and Communication mit dem "Young Investigator Award" ausgezeichnet. Der gebürtige Spanier erhielt die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine wegweisenden Beiträge zu interdisziplinären Fragen in der Quantenphysik. Romero-Isart ist Professor für Theoretische Physik an der Uni Innsbruck und Junior-Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Innsbruck.

Die seit 2014 am Institute of Science and Technology (IST) Austria in Klosterneuburg tätige Neurowissenschafterin Gaia Novarino wird mit dem "Boehringer Ingelheim FENS Research Award 2016" ausgezeichnet. Die größte Vereinigung der Neurowissenschaften in Europa, die Federation of European Neuroscience Societies (FENS), vergibt den mit 25.000 Euro dotierten Preis in Anerkennung für herausragende und innovative Forschung an europäische Wissenschafter unter 40 Jahren. Die gebürtige Italienerin wird für ihre Forschung über die genetischen und molekularen Grundlagen von genetisch bedingten Erkrankungen geehrt.

science.ORF.at/APA

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