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Hochhaus ragt aus Dunstglocke hervor

WHO: Zehntausende Tote pro Jahr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert wenige Tage vor der UNO-Klimakonferenz in Paris größere Anstrengungen, die Erderwärmung zu bekämpfen. An den Folgen des Klimawandels sterben nach ihren Schätzungen jedes Jahr Zehntausende Menschen.

Klimawandel 17.11.2015

Zu den Todesursachen zählten Hitzewellen und Überschwemmungen, eine Änderung der Krankheitsgebiete, die Verschlechterung der Luftqualität sowie eine sinkende Nahrungs- und Wasserversorgung, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten WHO-Pressemitteilung.

Die Pariser UNO-Konferenz (30.11. bis 11.12.) biete eine bedeutende Gelegenheit, mit einem Klimaabkommen auch die Gesundheit künftiger Generationen besser zu schützen.

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Klimakonferenz Paris

Anlässlich der bevorstehenden Weltklimakonferenz (COP21) vom 30.11. bis 11.12. in Paris berichtet der ORF in Radio, TV und Internet über Klimapolitik und den aktuellen Stand der Klimaforschung.

Luftverschmutzung "größtes Gesundheitsrisiko"

"Es wird vorhergesagt, dass der Klimawandel zwischen 2030 und 2050 zusätzlich zu 250.000 Todesfällen pro Jahr durch Malaria, Durchfallerkrankungen, Hitzestress und Unterernährung führen wird", schreibt die WHO.

Das "weltweit größte einzelne Gesundheitsrisiko" sei die Luftverschmutzung. An ihren Folgen sind laut einer 2014 vorgenommenen WHO-Untersuchung allein im Jahr 2012 schätzungsweise sieben Millionen Menschen gestorben - oft, weil sie im Haus offene Holzfeuer zum Kochen und Heizen nutzen.

Etwa 3,7 Millionen Todesfälle sollen auf Smog in der Umwelt, 4,3 Millionen auf verschmutzte Luft in Innenräumen zurückzuführen sein. Da zahlreiche Menschen allen beiden ausgesetzt seien, ergebe sich eine Gesamtzahl von sieben Millionen.

science.ORF.at/APA

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