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Burger und Pommes in einem Schnellrestaurant

New York sagt salzigem Essen den Kampf an

Nach Transfetten und Kalorien ist nun das Salz dran: Restaurantketten in New York müssen künftig Gerichte mit hohem Salzanteil kennzeichnen - mit einem schwarz-weißen Salzstreuer auf der Speisekarte.

Neue Vorschrift 01.12.2015

Ab dem 1. März werde bei Missachtung der Vorschrift ein Bußgeld von 200 Dollar (rund 190 Euro) fällig, sagte Sonia Angell von der örtlichen Gesundheitsbehörde. Die Regelung gilt für Gerichte mit einem Natriumgehalt von 2,3 Gramm. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz.

Transfette verboten, Kalorienangabe Pflicht

Die Metropole an der Ostküste nimmt in den USA in Sachen Ernährung eine Vorreiterrolle ein. Auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Michael Bloomberg führte New York 2006 ein Verbot von Transfetten in Restaurant- und Café-Ketten ein.

Diese industriell veränderten Fette ermöglichen eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln, sorgen aber für einen Anstieg des "schlechten" LDL-Cholesterinspiegels. Im Juni empfahl die US-Behörde für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit der Lebensmittelindustrie im ganzen Land, dem Vorbild New Yorks zu folgen.

2008 wurde New York die erste Stadt der USA, in der Restaurantketten den Kaloriengehalt der Gerichte angeben müssen. Dies wird nach einem Beschluss der US-Gesundheitsbehörde ab dem 1. Dezember 2016 im ganzen Land Pflicht.

Gescheitert ist Bloomberg allerdings mit seinem Versuch, den Verkauf von riesigen Softdrinks zu verbieten. Der Versuch, die Menge zuckerhaltiger Getränke auf etwas weniger als einen halben Liter pro Person zu beschränken, scheiterte vor Gericht.

Vorschrift gilt nur für große Ketten

Die Kennzeichnung des hohen Salzgehalts hatte die New Yorker Gesundheitsbehörde im September beschlossen. Salz ist die Hauptquelle für Natrium. Dessen erhöhter Konsum kann zu Bluthochdruck führen und erhöht das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen die meisten Menschen zu viel Salz durch die Nahrung auf: Durchschnittlich werden pro Person und Tag neun bis zwölf Gramm verzehrt, etwa das Doppelte der empfohlenen Höchstmenge.

Da die Kennzeichnungspflicht nur für große Ketten gilt, sind die meisten New Yorker Lokale nicht betroffen. Und ob das Wissen über den hohen Salzgehalt die Kunden vom Verzehr ungesunder Speisen abhält, ist unklar. Einer Studie der New Yorker Medizinhochschule zufolge hat sich die durchschnittliche Kalorienzahl der in New Yorker Gaststätten bestellten Gerichte zwischen 2008 und 2014 nicht verändert - trotz der Kalorienangabe auf der Speisekarte.

Thomas Urbain, AFP

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