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Riesenqualle "Rhizostoma luteum" im Wasser

Weltweit erste Zucht einer Riesenqualle

Dem Tiergarten Schönbrunn ist als erster Institution die Nachzucht eines raren Meeresbewohners gelungen: "Die Riesenqualle wurde 1827 im westlichen Mittelmeer entdeckt. Sie kommt allerdings so selten vor, dass ihre Existenz bezweifelt wurde", sagt Zoochefin Dagmar Schratter.

Tiergarten Schönbrunn 21.12.2015

Belegt ist sie erst, seit in den vergangenen Jahren mehrere Exemplare in Marokko und Spanien angespült wurden. Der Schirm der Riesenqualle "Rhizostoma luteum" kann einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern erreichen (siehe Video). Ab sofort sind die erst nur etwa vier Zentimeter großen Babyquallen im Aquarienhaus zu sehen.

Über die Art ist noch fast nichts bekannt. Selbst für die Quallenexperten im Tiergarten war die Zucht eine Herausforderung. "Die Meeresforscherin Karen Kienberger von Jellyfish Research South Spain hat für ihre Forschungstätigkeit ein Tier vor der Küste Südspaniens gefangen", berichtet die Tiergartendirektorin. "Im Labor hat sie entdeckt, dass die Qualle geschlechtsreif war und uns Planula-Larven übergeben."

30 Babyquallen wurden aufgezogen. Die Entwicklung von der Larve über den Polyp bis zur Qualle dokumentierten die Mitarbeiter des Schönbrunner Zoos unter anderem durch Fotos. Jetzt wird weiter geforscht.

science.ORF.at/APA

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