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Die Oberfläche des Zwergplaneten Ceres

Zwergplanet Ceres in Nahaufnahme

Die Raumsonde "Dawn" hat die bisher schärfsten Aufnahmen vom Zwergplaneten Ceres zur Erde gefunkt. Aus einer Höhe von nur 385 Kilometern seien noch 35 Meter kleine Details der Oberfläche zu erkennen. Laut NASA hat die Sonde damit ihre niedrigste und endgültige Umlaufbahn erreicht.

Raumsonde 23.12.2015

Die Bilder zeigen die kraterzerklüftete Oberfläche des Zwergplaneten. Auf einer Aufnahme ist eine ganze Kette von Einschlagkratern zu sehen, die den Namen Gerber Catena bekam. Zudem finden sich laut NASA überall auf der Oberfläche des Zwergplaneten Grabenstrukturen. Derartige Oberflächenformen seien sonst vor allem auf größeren Himmelskörpern weit verbreitet.

Innere Spannungen

Die zerklüftete Oberfläche von Ceres, aufgenommen von der Raumsonde "Dawn"

NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Die zerklüftete Oberfläche von Ceres, aufgenommen von der Raumsonde "Dawn"

Viele der Gräben auf Ceres sind vermutlich die Folge von Einschlägen, manche scheinen jedoch auch tektonischen Ursprungs zu sein, so die US-Raumfahrtbehörde. Innere Spannungen hätten dort vermutlich die Kruste des Zwergplaneten aufgebrochen. "Warum sie so auffällig sind, ist noch nicht klar, aber sie stehen wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Struktur der Kruste von Ceres", erläuterte Paul Schenk vom Lunar and Planetary Science Institute in Houston in der Mitteilung.

Die Bilder stammen nach Angaben der NASA vom 10. Dezember und sind im Rahmen eines Tests der Reservekamera der Raumsonde entstanden. Die Hauptkamera habe am 16. Dezember planmäßig mit Aufnahmen begonnen. Die NASA veröffentlichte auch zwei 3D-Ansichten von Ceres.

Ceres hat laut NASA einen mittleren Durchmesser von etwa 940 Kilometern. Er ist ein gescheiterter Planet, der bei der Entstehung des Sonnensystems übriggeblieben ist.

science.ORF.at/APA/dpa

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